Bloggen mit TYPOlight?

Bloggen mit TYPOlight?

TYPOlight ist ein Content Management System und kein spezialisiertes Blogsystem wie WordPress und andere. Dies ist auch ganz bewusst so gewollt. Trotzdem bietet es mit dem Nachrichten Modul die Möglichkeit, einen Weblog zu erstellen. Wie das geht und welche Erfahrungen ich so gemacht habe, können Sie hier nachlesen.

Zu allererst:

TYPOlight ist ein Content Management System und kein spezialisiertes Blogsystem wie WordPress und andere. Dies ist auch ganz bewusst so gewollt.

Trotzdem bietet TYPOlight mit dem Nachrichten Modul die Möglichkeit, einen Weblog zu erstellen.
Die Funktionalität, die TYPOlight dafür mitbringt, sind vielleicht nichts für “Hardcore Blogger”, dennnoch reichen Sie völlig aus, um den Bereich “Aktuelles” einer Website funktional etwas zu erweitern oder sogar ein Web-Tagebuch daraus zu machen – inklusive RSS Feeds, Kommentaren und chronologischer Menüs, die typischerweise zu einem Blog dazu gehören.

Die wesentlichen Nachteile gleich mal am Anfang, Diskussion und Workarounds folgen:

  • Nachrichten Beiträge können ausschließlich einer Nachrichtenkategorie zugeordnet werden
  • ein Nachrichtenbeitrag selbst kann nicht mit Keywords gekennzeichnet werden
  • ddie typische Tagging Funktion fehlt
  • die typischen Blog Funktionen wie Trackback und so weiter fehlen

Dieser Beitrag beschreibt, wie man mit TYPOlight einen einfachen Weblog erstellt und pflegt.

Grundüberlegungen

Ich gehe davon aus, der Weblog soll aus mindestens einer, eventuell jedoch mehreren Nachrichtenkategorien bestehen.
Außerdem sollte der Weblog auf der Startseite rückwärts chronologisch alle neuesten Einträge anzeigen und es sollte ein Nachrichtenarchiv geben, das über ein Nachrichtenmenü der Form: Monat/Jahr (Anzahl der Beiträge) realisiert wird.

Für jede Kategorie sollte ebenso eine eigene Übersichtsseite der letzten, neuesten Einträge geben, sowie selbstverständlich die Möglichkeit, Beiträge im Ganzen zu lesen, zu kommentieren und auch bereits erstellte Kommentare lesen zu können.

Seitenlayout

Das Seitenlayout soll möglichst simpel werden und auch “normale” Seiten berücksichtigen.
Dies erspart späteres Nachdenken und Überprüfen, sobald neue Seiten angelegt werden und diesen das passende Layout zugewiesen werden soll.
Ich entscheide mich also dafür, alle Module wie Nachrichtenliste oder Nachrichtenleser direkt in die Artikel einzubinden, statt in das Layout. Vorteil ist hier außerdem: die Performance leidet nicht, wenn man das Modul durchsuchbar macht. Das wäre der Fall, wenn das Modul direkt ins Layout eingebunden wäre.

Der erste Schritt: Anlegen der Seitenstruktur

Zunächst sollte man sich also überlegen, welche Nachrichtenkategorien für die ersten Schritte benötigt werden. Weitere Kategorien können selbstverständlich später hinzugefügt werden.

Die Seitenstruktur lässt sich entsprechend des Konzepts folgendermaßen festmachen:
Neben einer Startseite gibt es pro Kategorie eine Seite “Kategoriename Übersicht” und darunterliegend, also eine Ebene tiefer eine Seite “Kategoriename Beiträge lesen”.
Die Übersichtsseite wird im Menü angezeigt, die Seite Beiträge lesen wird im Menü versteckt.

Zusätzlich wird eine Archivseite benötigt, die ebenfalls im Menü versteckt wird.

Der zweite Schritt: Anlegen der Nachrichtenkategorien

Im nächsten Schritt werden entsprechend der vorher gewählten Kategorien die Nachrichtenarchive angelegt.
Der Einfachheit halber und Übersichtlichkeit wegen würde ich empfehlen, die Kategorien genau so wie die Seiten zu benennen.
Da die Seitenstruktur bereits angelegt ist, kann schon die Weiterleitung angegeben werden.
Die Zielseite ist für jedes Nachrichtenarchiv die Seite “Kategoriename Beiträge lesen”.
Alle anderen Einstellungen sind natürlich eine Frage des persönlichen Gefallens.

Eventuell ist es nun sinnvoll, zum Testen einige Beiträge in den angelegten Archiven anzulegen.
Dies dient zum einen dazu, Fehler zu erkennen, zum anderen die nun anzulegenden Module und Artikel zu layouten.

Der dritte Schritt: Module anlegen

Vielleicht ist es aus den Vorüberlegungen schon klar, was an Modulen benötigt wird:

Für jedes Nachrichtenarchiv:
– ein Modul vom Typ Nachrichtenliste, als Quelle für das Nachrichtenarchiv wird dabei *nur* das entsprechende Archiv gewählt. Es empfiehlt sich hier der Vorlagentyp “latest news” oder “simple news”.
– ein Modul vom Typ Nachrichtenleser vom Typ “news_full”
Je nachdem, ob Kommentare erlaubt sind, sollten diese natürlich auch freigeschaltet werden, zumindest bei der Vollansicht des Beitrags.

Für die Startseite:
– ein Modul vom Typ Nachrichtenliste, als Quelle für das Nachrichtenarchiv werden dabei alle Nachrichtenarchive gewählt. Es empfiehlt sich auch hier der Vorlagentyp “latest news” oder “simple news”.

Tipp:
da man bei so vielen Modulen schnell mal die Settings (Anzahl der Nachrichtenbeiträge pro Seite, Nachrichtenvorlage und so weiter) durcheinanderbringt, ist es geschickt, die Module einfach zu duplizieren.

Für das Archiv:
– ein Modul vom Typ “Nachrichten Archiv Menü”
– ein Modul vom Typ “Nachrichten Archiv”

Für die Navigation:
– ein Navigationselement, entweder vom Typ “Menü Hauptpunkte” oder vom Typ “Individuelle Navigation”

eventuell ein Breadcumb Modul.

Der vierte Schritt: Artikel anlegen

Für jede Seite muss nun erstmal ein Artikel angelegt werden.
Nun ergänzt man diese folgendermaßen um Elemente vom Typ Modul:
– Überblicksseiten bekommen ihr Modul vom Typ Nachrichtenliste
– Berichte lesen bekommen ihr Modul vom Typ Nachrichtenleser
– die Startseite bekommt das Modul für die Startseite
– die Archivseite bekommt das Archiv Modul

Zuletzt: das Seitenlayout

Das Seitenlayout wird simpel gewählt und nutzt für den Blog lediglich “main” und “left” bzw. “right” – eine Frage des persönlichen Geschmacks.
In main wird wie gewohnt der Artikel positioniert.
In “left” oder “right” positioniert man nacheinander in beliebiger Reihenfolge:
– das Navigationselement
– das Archiv Modul
– weitere Module nach Belieben

und nun Test….!

Variante: Weiterleitung einzelner Nachrichtenbeiträge zu speziellen Seiten

Manchmal ist es durchaus sinnvoll, aus der allgemeinen Weiterleitung eines gesamten Nachrichtenarchivs auf eine allgemeine Lese-Seite auszubrechen und einen Nachrichtenbeitrag auf eine eigene Seite zu verlinken.
Wann ist diese Variante sinnvoll?
Beispielsweise wenn innerhalb des Artikels weitere Seitenelemente wie Downloadlisten, Bildergalerien etc benötigt werden, aber auch wenn aus Sicht des Gefundenwerdens eigene Keywords nötig sind.

Diese Seite muss natürlich zunächst einmal angelegt werden.
Ich empfehle hier, innerhalb des beschriebenen Konzepts, diese neue Seite unterhalb der “Kategorie Überblicksseite” anzulegen und diese im Menü zu verstecken. Dies hat den Grund, dass der eingesetzte Breadcrumb nach wie vor sinnvoll auf das übergeordnete Nachrichtenarchiv verlinkt und Websitebesucher nicht durcheinander kommen.

Überlegungen zu URLs und sowas wie Permalinks

Mit dem beschriebenen Konzept bekommen Nachrichten als Fulltext die URL
http://www.meinedomain.de/kategorieseite/items/beitragsname.html,
die Übersichtsseiten haben die URLS
http://www.meinedomain.de/kategorieseite.html

Verlinkt man nun bei einzelnen Beiträgen auf gesonderte Seiten, so ändert sich die URL nicht wie erwartet in
http://www.meinedomain.de/seitenname.html
bzw. falls es dort noch mehrere Artikel geben sollte in
http://www.meinedomain.de/seitenname/articles/artikelname.html
sondern das obige items-Prinizip bleibt bestehen.

Die Meta Tags jedoch werden vom Artikel übernommen.

Achtung Suche…
Man sollte darauf achten, welche Seiten der Seitenstruktur aus dem Suchindex herausgenommen werden.
Mit dieser Mischvariante entstehen sonst redundante Treffer.


Warum dann überhaupt dieser Aufwand?

Auf meiner Geschäftsseite nutze ich das Nachrichten Feature wirklich ausschließlich für aktuelle Ankündigungen und so sehe ich auch Leo Feyers ursprüngliche Motivation.
Auf nutze ich eine hybride Variante, die zugegeben die Pflege der Seite nicht einfacher macht.
Vorteil (für mich):

Ich habe nur ein System, nämlich TYPOlight.
Nach neues.medanova und den (mäßigen) Erfahrungen mit WordPress im Allgemeinen und dem Joomla WordPress Plugin hatte ich erstmal keine Lust mehr auf WordPress.

Coralian soll mehr eine Artikelsammlung, vor allem mit vielen Fotos, sein als ein reines Webtagebuch (angelehnt an den Urgedanken des Blogs) und daher finde ich, passt ein CMS besser als ein Blog. Bei medamind sah es da schon anders aus. Ich habe mich nun doch wieder für die WordPress Variante entschieden und weil WordPress seit neues.medanova auch schon eine Reihe an Neuerungen hat, gefällt mir das inzwischen richtig gut.

13 Comments

  1. Sebastian 1. Juni 2009
  2. Waldschrat 20. Juni 2009
  3. anonym 21. Oktober 2009
  4. Anne-Kathrin 22. Oktober 2009
  5. Mathias 22. Oktober 2009
  6. Pat 7. April 2010
  7. Anne-Kathrin 7. April 2010
  8. Pat 7. April 2010
  9. Alex 17. April 2010
  10. anonym 7. Mai 2010
  11. anonym 10. Februar 2011
  12. Henri 27. August 2011
  13. anonym 28. Februar 2012

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