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	<title>Kommentare zu: Der kleine, farbliche Unterschied</title>
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	<description>...alles, was mir so unterkommt</description>
	<pubDate>Tue, 22 May 2012 02:45:48 +0000</pubDate>
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		<title>Von: UschaSu</title>
		<link>http://www.medamind.de/wissen/2009/der-kleine-farbliche-unterschied/#comment-474</link>
		<dc:creator>UschaSu</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 22:16:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe starke Zweifel daran, dass es grundsätzlich männliche und weibliche Farben gibt. Das mag aber daran liegen, dass ich mit dieser m/w-Unterscheidung generell wenig anfangen kann. Ich denke, jeder Mensch hat, in unterschiedlicher Gewichtung, beide Anteile.

Was es sicher gibt, sind Konventionen. Männliche und weibliche Farbkonventionen sind besonders augenfällig in der Kleidungsmode. Hier ist die männliche Variante zweifellos schlammiger, graustichiger, fahler, zumindest in unserer Zeit. Im Rokoko haben sich die  Männer keineswegs vor Farben gescheut, die wir heute als feminin ansehen, sogar noch garniert mit Spitze und allerlei anderen Prächtigkeiten. Aber auch in der jüngeren Vergangenheit waren längst nicht immer alle Kater grau. Anfang der 70er z.B. kam das modische Mannsvolk ganz schön farbig daher, Ende der 80er gab es eine ganze Welle von Männerpastells usw.

Die Frage ist vielleicht, inwieweit sind männliche Farbpräferenzen über die Kleidung hinaus von zeitgenössischen Konventionen geprägt. Meine Vermutung: je weiter weg das gefärbte Objekt von der eigenen Haut ist, desto weniger. Wenn man allerdings die eigene Website (bzw. die des eigenen Unternehmens) als Selbstrepräsentation und damit als dritte Haut versteht, mögen die Konventionen wieder relevant werden.

Andererseits, im Web kann ich nicht schlüssig beobachten, dass Seiten, auf denen sich offensichtlich Männer austoben, keine "catchy" Farben oder verspielten Dekorationen hätten. Und die sind sicher nicht alle schwul :-). Klick Dich mal durch einen Schwung von von Männern "selbst gestrickten" Seiten, von Arztpraxis bis Schützenverein, da ist oft nichts mit grau in blau. Oder schau mal bewusst, wie viele verspielte Designerseiten es gibt, hinter denen Männer stehen (auf mich wirken z.B. die webdesignerwall und erst recht das ndesign-studio desselben Autors extrem feminin). Und auf der anderen Seite findest du genügend sehr reduzierte Designs und Farben bei Seiten von Frauen (Beispiel sprungmarker).

Übrigens: Dein Pink ist zwar in der Tat intensiv, aber so klar abgegrenzt und sparsam angebracht, dass man wirklich nicht von extra weiblich sprechen kann. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, mir gefällt Dein Stil! Ich glaube, wir ticken ziemlich ähnlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe starke Zweifel daran, dass es grundsätzlich männliche und weibliche Farben gibt. Das mag aber daran liegen, dass ich mit dieser m/w-Unterscheidung generell wenig anfangen kann. Ich denke, jeder Mensch hat, in unterschiedlicher Gewichtung, beide Anteile.</p>
<p>Was es sicher gibt, sind Konventionen. Männliche und weibliche Farbkonventionen sind besonders augenfällig in der Kleidungsmode. Hier ist die männliche Variante zweifellos schlammiger, graustichiger, fahler, zumindest in unserer Zeit. Im Rokoko haben sich die  Männer keineswegs vor Farben gescheut, die wir heute als feminin ansehen, sogar noch garniert mit Spitze und allerlei anderen Prächtigkeiten. Aber auch in der jüngeren Vergangenheit waren längst nicht immer alle Kater grau. Anfang der 70er z.B. kam das modische Mannsvolk ganz schön farbig daher, Ende der 80er gab es eine ganze Welle von Männerpastells usw.</p>
<p>Die Frage ist vielleicht, inwieweit sind männliche Farbpräferenzen über die Kleidung hinaus von zeitgenössischen Konventionen geprägt. Meine Vermutung: je weiter weg das gefärbte Objekt von der eigenen Haut ist, desto weniger. Wenn man allerdings die eigene Website (bzw. die des eigenen Unternehmens) als Selbstrepräsentation und damit als dritte Haut versteht, mögen die Konventionen wieder relevant werden.</p>
<p>Andererseits, im Web kann ich nicht schlüssig beobachten, dass Seiten, auf denen sich offensichtlich Männer austoben, keine &#8220;catchy&#8221; Farben oder verspielten Dekorationen hätten. Und die sind sicher nicht alle schwul :-). Klick Dich mal durch einen Schwung von von Männern &#8220;selbst gestrickten&#8221; Seiten, von Arztpraxis bis Schützenverein, da ist oft nichts mit grau in blau. Oder schau mal bewusst, wie viele verspielte Designerseiten es gibt, hinter denen Männer stehen (auf mich wirken z.B. die webdesignerwall und erst recht das ndesign-studio desselben Autors extrem feminin). Und auf der anderen Seite findest du genügend sehr reduzierte Designs und Farben bei Seiten von Frauen (Beispiel sprungmarker).</p>
<p>Übrigens: Dein Pink ist zwar in der Tat intensiv, aber so klar abgegrenzt und sparsam angebracht, dass man wirklich nicht von extra weiblich sprechen kann. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, mir gefällt Dein Stil! Ich glaube, wir ticken ziemlich ähnlich.</p>
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		<title>Von: Anne-Kathrin</title>
		<link>http://www.medamind.de/wissen/2009/der-kleine-farbliche-unterschied/#comment-473</link>
		<dc:creator>Anne-Kathrin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 15:49:51 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für dein ausführliches Feedback!

Ich verstehe deine Überlegungen und sie sind richtig.
Meine Seite ist wenig graphisch (nicht verwunderlich....). Alles, was Illustration betrifft, kommt im zweiten schritt.
Wie es wirken und rüberkommen soll (lebendig, strahlend, peppig, aber nicht aggressiv), das weiß ich.
Die Farben, die ich damit verbinde (es sind, ich sag es jetzt doch mal orange, rot... allerdings Töne, die doch recht catchy sind), mögen irgendwie zu "weiblich" sein.
Zumindest habe ich hier so ein bisschen das Feedback bekommen. Mir gefallen sie und ich bin der Überzeugung, sie sind genau stimmig zu dem, was ich sagen und ausdrücken möchte.

Die generelle Frage ist also: ungeachtet sämtlicher Farbenlehre: gibt es männliche und weibliche Farben (ich denke ja!). Farbkombinationen mit bestimmten Charakter gibt es genug. Wäre die männliche Variante meines Orange-Mixes dann vielleicht "Schlamm" oder "Khaki"? Mögen oder ertragen(!) Männer überhaupt leuchtende Farben? Und wie nähert man sich dieser Fragestellung?

Meine Frage ist also eher: Gibt es etwas, wo Männer sagen würden: Das ist mir zu viel des Guten! oder Das ist mir zu schrill? ... irgendwie so in diese Richtung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für dein ausführliches Feedback!</p>
<p>Ich verstehe deine Überlegungen und sie sind richtig.<br />
Meine Seite ist wenig graphisch (nicht verwunderlich&#8230;.). Alles, was Illustration betrifft, kommt im zweiten schritt.<br />
Wie es wirken und rüberkommen soll (lebendig, strahlend, peppig, aber nicht aggressiv), das weiß ich.<br />
Die Farben, die ich damit verbinde (es sind, ich sag es jetzt doch mal orange, rot&#8230; allerdings Töne, die doch recht catchy sind), mögen irgendwie zu &#8220;weiblich&#8221; sein.<br />
Zumindest habe ich hier so ein bisschen das Feedback bekommen. Mir gefallen sie und ich bin der Überzeugung, sie sind genau stimmig zu dem, was ich sagen und ausdrücken möchte.</p>
<p>Die generelle Frage ist also: ungeachtet sämtlicher Farbenlehre: gibt es männliche und weibliche Farben (ich denke ja!). Farbkombinationen mit bestimmten Charakter gibt es genug. Wäre die männliche Variante meines Orange-Mixes dann vielleicht &#8220;Schlamm&#8221; oder &#8220;Khaki&#8221;? Mögen oder ertragen(!) Männer überhaupt leuchtende Farben? Und wie nähert man sich dieser Fragestellung?</p>
<p>Meine Frage ist also eher: Gibt es etwas, wo Männer sagen würden: Das ist mir zu viel des Guten! oder Das ist mir zu schrill? &#8230; irgendwie so in diese Richtung.</p>
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		<title>Von: UschaSu</title>
		<link>http://www.medamind.de/wissen/2009/der-kleine-farbliche-unterschied/#comment-472</link>
		<dc:creator>UschaSu</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 12:48:29 +0000</pubDate>
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		<description>Ach ja, und wenn es nur um den Zweifel geht, ob "das jetzt auch Männern gefällt", ist wahrscheinlich Testen die beste Methode. Kleine Umfrage im Kundenunternehmen? Im Freundeskreis? Könnte halt nur sein, dass Du danach nicht mehr weißt als vorher, weil jeder was anderes sagt ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach ja, und wenn es nur um den Zweifel geht, ob &#8220;das jetzt auch Männern gefällt&#8221;, ist wahrscheinlich Testen die beste Methode. Kleine Umfrage im Kundenunternehmen? Im Freundeskreis? Könnte halt nur sein, dass Du danach nicht mehr weißt als vorher, weil jeder was anderes sagt ;-)</p>
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		<title>Von: UschaSu</title>
		<link>http://www.medamind.de/wissen/2009/der-kleine-farbliche-unterschied/#comment-471</link>
		<dc:creator>UschaSu</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 12:44:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medamind.de/?p=4852#comment-471</guid>
		<description>Die Metacolor-Ergebnisse sind interessant, aber für mein Empfinden nicht handhabbar. Farben wirken im Zusammenspiel mit anderen Faktoren. 

Gut, im Gegensatz zur realen Welt fallen im Web stoffliche Farbträger weg (der exakt gleiche Farbton wirkt in Seide anders als in Baumwolle anders als auf Raufasertapete). Dennoch, selbst wenn Du eine einzelne Farbe wählst, wird diese nie alleine stehen. Sie interagiert mit der Umgebung, ob das der Schrifthintergrund, der White Space (ob weiß oder nicht), Buttons, Bilder oder andere grafische Elemente sind. Zudem ist die Wirkung abhängig von der Ausarbeitung en detail, z.B. von Stilen. Zur Veranschaulichung stell Dir rein blau auf weißem Grund vor: einmal große geometrische Flächen, einmal ein stark abstrahiertes Blüten- oder Rankenmuster, zur Abwandlung ein mehr naturalistisch interpretiertes, einmal ein kleinteiliges Tischdeckenkaro. Völlig unterschiedliche Anmutungen! 

Farbwirkungen sind zu komplex, als dass man sie durch das Herunterbrechen auf einzelne Faktoren ausreichend erfassen könnte. So eine Studie kann nur ein allererster, sehr, sehr grober Anhaltspunkt sein. Wenn überhaupt, und unabhängig davon, wie die Statistik entstanden ist.

Praktisch würde ich eher assoziativ herangehen. Was soll die Seite rüberbringen, gibt es Stile, Beispiele, atmosphärische Bilder, die etwas Ähnliches für Dich vermitteln? Das als Informationshintergrund und Anregung. Dann kommt das Sammeln der praktischen Anforderungen und Ideen. Aus beidem kann man spielerisch ein neues Etwas zusammenbauen - und solange weiter experimentieren und verändern, evtl. auch im Dialog mit dem Kunden, bis die gewünschte Optik passt, sowohl für Dich wie für den Kunden. Das ist ein Prozess, und nicht immer ein blitzschneller. Irgendwann kommt aber der Moment, wo man spürt, das hier ist stimmig. Das geht aber nur aus dem Bauchgefühl, dafür gibt es kein Analysetool.

Das nötige Auge dafür hast Du! Es geht letztlich darum, der eigenen inneren Stimme zu vertrauen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Metacolor-Ergebnisse sind interessant, aber für mein Empfinden nicht handhabbar. Farben wirken im Zusammenspiel mit anderen Faktoren. </p>
<p>Gut, im Gegensatz zur realen Welt fallen im Web stoffliche Farbträger weg (der exakt gleiche Farbton wirkt in Seide anders als in Baumwolle anders als auf Raufasertapete). Dennoch, selbst wenn Du eine einzelne Farbe wählst, wird diese nie alleine stehen. Sie interagiert mit der Umgebung, ob das der Schrifthintergrund, der White Space (ob weiß oder nicht), Buttons, Bilder oder andere grafische Elemente sind. Zudem ist die Wirkung abhängig von der Ausarbeitung en detail, z.B. von Stilen. Zur Veranschaulichung stell Dir rein blau auf weißem Grund vor: einmal große geometrische Flächen, einmal ein stark abstrahiertes Blüten- oder Rankenmuster, zur Abwandlung ein mehr naturalistisch interpretiertes, einmal ein kleinteiliges Tischdeckenkaro. Völlig unterschiedliche Anmutungen! </p>
<p>Farbwirkungen sind zu komplex, als dass man sie durch das Herunterbrechen auf einzelne Faktoren ausreichend erfassen könnte. So eine Studie kann nur ein allererster, sehr, sehr grober Anhaltspunkt sein. Wenn überhaupt, und unabhängig davon, wie die Statistik entstanden ist.</p>
<p>Praktisch würde ich eher assoziativ herangehen. Was soll die Seite rüberbringen, gibt es Stile, Beispiele, atmosphärische Bilder, die etwas Ähnliches für Dich vermitteln? Das als Informationshintergrund und Anregung. Dann kommt das Sammeln der praktischen Anforderungen und Ideen. Aus beidem kann man spielerisch ein neues Etwas zusammenbauen - und solange weiter experimentieren und verändern, evtl. auch im Dialog mit dem Kunden, bis die gewünschte Optik passt, sowohl für Dich wie für den Kunden. Das ist ein Prozess, und nicht immer ein blitzschneller. Irgendwann kommt aber der Moment, wo man spürt, das hier ist stimmig. Das geht aber nur aus dem Bauchgefühl, dafür gibt es kein Analysetool.</p>
<p>Das nötige Auge dafür hast Du! Es geht letztlich darum, der eigenen inneren Stimme zu vertrauen.</p>
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